Diagnose Hashimoto Thyreoiditis

Auch der erste Schritt gehört zum Weg. (Arthur Schnitzler)

Die Basis einer guten Therapie ist immer eine gute Diagnose. Denn nur, wer die Schwachstellen aufdeckt, kann gezielt therapieren.

Anamnese und Diagnose

Am Anfang jeder ärztlichen Untersuchung steht die Befragung des Patienten. In der Arztpraxis wird heutzutage das Gespräch aufgrund von Zeitmangel oft vernachlässigt. Achte immer darauf, dass der Arzt sich ausreichend Zeit und Interesse zum Gespräch nimmt.
So befragt der Arzt dich gezielt nach Beschwerden und Symptomen, die auf eine Schilddrüsenstörungen hinweisen: Schilddrüsenunterfunktion, Schilddrüsenüberfunktion, Kropf (Struma). Darüber hinaus sind auch Fragen zu früher vorgekommenen Schilddrüsenerkrankungen in der Familie sinnvoll. Weitere wichtige Fragen findest du auch im Selbsttest. Vor deinem nächsten Arztbesuch schaue doch auf meiner Seite vorbei:  Hilfreiche Tipps für den Arztbesuch.

Blutbild

Zu Beginn einer Therapie ist ein umfangreiches Blutbild mit den wichtigsten Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen (im Vollblut), Lever-, Bauchspeicheldrüsen und Nierenwerten, Eisen-, Zucker-, Fett- und Muskelstoffwechsel erstellen. ZU dem Blutbild sollten natürlich auch alle wichtigen Schilddrüsenwerte (TSH, fT3, fT4 und die TPO-Ak) gehören. Negative Auswirkungen einer Hashimoto Thyreoiditis auf andere Organe können so erkannt werden.
Eine Aufstellung aller Blutwerte findest du hier.
Steht die Diagnose fest, ist eine Verordnung von Schilddrüsenhormonen in den allermeisten Fällen indiziert, um die Schilddrüsenunterfunktion auszugleichen. Die richtige hormonelle Einstellung und Medikation erkläre ich hier.

Ultraschalluntersuchung (Sonographie)

Zusätzlich zu den Laborwerten dient die Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse als weitere wichtige Diagnosesicherung. Die Untersuchung ist schmerzlos und jederzeit anwendbar.

Wozu dient die Schilddrüsen-Sonografie?

Sie liefert in der Routinediagnostik zweidimensionale Graustufenbilder der Schilddrüse, wobei Größe (Volumen) und Struktur gut beurteil werden können. Zysten und Knoten lassen sich darstellen.
Die gesunde Schilddrüse erscheint weißlich strukturiert (echoreich). Bei Hashimoto Thyreoiditis kann die Schilddrüse normal, vergrößert oder verkleinert sein. Zudem erkennt man vermehrt meist dunkles (echoarmes) Schilddrüsengewebe.

Wie funktioniert die Schilddrüsen-Sonografie?

Das Funktionsprinzip dieser Untersuchung ist das gleiche wie bei jeder anderen Ultraschalluntersuchung. Ein Schallkopf sendet Schallwellen aus, die durch das Gewebe verändert werden. Die veränderten Wellen werden vom Schallkopf wieder empfangen. Mit Hilfe eines Verstärkers werden sie bearbeitet und auf einem Bildschirm dargestellt.

Wie wird die Schilddrüsen-Sonografie durchgeführt?

Der Patient liegt während der Untersuchung auf dem Rücken. Durch ein kleines Kissen unter den Schultern wird sein Kopf etwas nach hinten geneigt. Auf die Haut des Halses bzw. auf den Ultraschallkopf wird ein Gel aufgebracht. Der Grund: Zwischen Schallkopf und Haut darf sich keine Luft befinden, welche die Ultraschallwellen vollständig reflektieren würde. Dann ließe sich kein Ultraschallbild erzeugen.

Durch das Bewegen und unterschiedliche Abwinkeln des Schallkopfes auf der Haut kann der Arzt die Schilddrüse aus verschiedenen Richtungen betrachten und die beiden Schilddrüsenlappen ausmessen. Nach Abschluss der Untersuchung wird das Gel abgewischt.

Szintigrafie

Die Szintigrafie ist ein nuklearmedizisches Verfahren zur Untersuchung der Schilddrüse, mit dem die Aktivität des vorhandenen Schilddrüsengewebes beurteilt werden kann. Die Untersuchung dauert 15-20 Minuten. Aufgrund der Strahlenbelastung ist diese Untersuchung in der Schwangerschaft nicht zugelassen. Vor allem Schilddrüsengewebe mit heißen Knoten sowie kalten Knoten lassen sich eindeutig identifizieren.

Wie funktioniert die Szintigrafie?

Der Patient erhält eine geringe Menge an kurzlebigen Radionukliden. Die Substanzen verteilen sich im Körper und reichern sich in einem bestimmten Organ oder Gewebe an. Die Radionuklide senden Gamma-Strahlung aus. Sie wird mithilfe eines Scanners oder einer Gammakamera erfasst und in ein Bild (Szintigramm) umgewandelt.

Das Szintigramm ist in der Regel ein Strichrasterbild. Die Dichte der Striche entspricht der Aktivitätsverteilung der Gamma-Strahlung. Das heißt: Gewebe, die sehr viel Radionuklide enthalten, erscheinen dunkler als andere. Ein Szintigramm lässt sich auch als Farbbild darstellen. Die verschiedenen Farben bedeuten unterschiedlich aktive Stellen im Gewebe. So steht zum Beispiel Rot für eine hohe Aktivität.

Was ist im Vorfeld einer Szintigrafie zu beachten?

Es gibt einige Richtlinien zu beachten – je nach Organ, das untersucht werden soll. Geht es beispielsweise um die Schilddrüse, darf der Patient am Tag der Untersuchung keine Schilddrüsenmedikamente einnehmen.

Wie wird eine Szintigrafie durchgeführt?

Die Radionuklide werden in der Regel entweder über den Mund (oral) oder durch Einspritzen in eine Vene verabreicht.

Beispiele für häufig verwendete Radionuklide sind:

  • 99mTc-Pertechnetat (Tc steht für Technetium) zur Untersuchung der Schilddrüse;
  • 123-J oder 131-J (J bedeutet Jod) ebenfalls bei der Schilddrüsenszintigrafie;

Die Messung der Gamma-Strahlung, welche die Radionuklide aussenden, dauert zwischen zehn Minuten und einer Stunde. Sie erfolgt in manchen Fällen sofort nach Verabreichen der Radionuklide bzw. einige Minuten bis Stunden später, eventuell auch erst nach Tagen. Manchmal ist eine einzige Messung ausreichend. In anderen Fällen muss sie mehrfach wiederholt werden.

Wie hoch ist die Strahlenbelastung?

Da Radionuklide nur in kleiner Menge verwendet werden, ist die Strahlenbelastung bei der Szintigrafie gering. Sie ist meist kleiner als bei einer Röntgenuntersuchung.

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