Stärkung und Gleichgewicht deines Immunsystems

Das Jetzt bestimmt nicht, wohin du gehen kannst, sondern nur, von wo aus du startest. (Nido Quebein)

Um die Grundursache des Ungleichgewichts herauszufinden, müssen wir uns so lange Fragen stellen, bis wir die richtige Antwort gefunden haben. Nur weil wir weiterfragen, wissen wir heute, dass es zu einer Schilddrüsenunterfunktion kommt, weil die Schilddrüse zerstört wird, und das wiederum Antikörper bedingt ist.

Die Ursachen-Analyse mit 5mal-Warum:

 

  1. Warum fühle ich mich müde oder schlapp? Weil ich an einer Schilddrüsenunterfunktion leide.
  2. Warum leide ich an einer Schilddrüsenunterfunktion? Weil mein Immunsystem meine Schilddrüse angreift.
  3. Warum greift mein Immunsystem meine Schilddrüse an? Weil Auto-Antikörper gebildet wurden.
  4. Warum wurden Auto-Antikörper gebildet? Weil ein immunologische Ungleichgewicht herrscht.
  5. Warum herrscht ein immunologisches Ungleichgewicht? Weil mein Körper auf Infektionen, Stress, Nahrungsunmittelverträglichkeiten, Darmdurchlässigkeit, uvm. reagiert hat und fehlprogrammiert wurde.

Es ist also wichtig zu den Ursachen hervorzudringen und diese zu beseitigen. Die Grundursache kann vielfältig sein. So gebe dich nicht mit der ersten Antwort zufrieden. Frage solange, bis du das Gefühl hast zum wahren Grund vorgedrungen zu sein. Und dann beseitige ihn. Erst wenn du ihn beseitigt hast, kann dein Körper wieder zur Ruhe kommen.

Welche Bakterien und Viren können eine Hashimoto verursachen?

Unter normalen Umständen arbeiten bei einer Infektion alle Teile des Immunsystems zusammen. Ein gesundes Immunsystem ist in der Lage, rasch auf die umzuschalten, die für die benötigt werden.  Stress und hormonelle Schwankungen können das Immunsystem zusätzlich beanspruchen und aus dem Gleichgewicht bringen.

Verschiedene Krankheitserreger – von Bakterien, Viren und Pilzen bis hin zu Parasiten – sollen bei der Entwicklung einer Hashimoto Thyreoiditis eine Rolle spielen. Auch wenn du keine Anzeichen einer Infektion spürst, kann das entsprechend gebildete Antigen die Herrschaft in deinem Körper übernommen haben.

So sind eine ganze Reihe von bakterieller Infektionen in die Auslösung einer Hashimoto verwickelt, darunter “Heliobacter pylori”, “Borrelia burgdorferi” und “Yersinia enterocolitica”. Es wurden insbesondere bei Hashimoto Betroffenen 14 Mal häufiger Yersinia festgestellt. Was ist Yersinia? Die Zellmembranen von Yersinia enthalten eine Stelle, die  TSH bindet und machen so den Erreger zum Hauptverdächtigen. Yersinia wird über kontaminierte Lebensmittel übertragen, insbesondere Schweinefleisch. Heliobacter kann durch einen Atemtest und im Blut festgestellt werden. Yersinien Untersuchung ist explizit zu verlangen und und nur durch eine umfangreiche Stuhluntersuchung festzustellen.

Laut Dr. Brownsteins Studien liegen vielen Autoimmunerkrankungen Infektionen (z.b. Hepatitis B, Pilze, Chlamydien,…) zugrunde. Jedoch gehen Mykoplasmen, Candida und das Epstein-Barr-Virus am häufigsten mit einer Hashimoto einher. Behandelt man diese Infektionen, bessern sich viele Symptome oder lösen sich auf.

Wie kann ich Infektionen behandeln?

Wie bereits beschrieben, werden laut Dr. Brownstein‘s Studien die meisten autoimmunen Schilddrüsenstörungen durch Infektionserreger verursacht.  Ein von ihm empfohlener Behandlungsplan ist eine intensive Antibiotika-Behandlung, zum Beispiel mit Doxycyclin. Hier wird dann über einen längeren Zeitraum Doxycyclin eingenommen, dann wieder abgesetzt, um nach erfolgter Pause es wieder einzunehmen. Diese Zyklen wechseln sich dann ab.

Übel kommt geritten, geht aber weg mit Schritten.(Sprichwort)

Es wurde beobachtet, dass die Einnahme von Antibiotika zur Normalisierung der Antikörper kam sowie zu einer körperlichen Besserung der Symptome.

So ist es sinnvoll, dass du dich auf eine verborgene Infektion testen lässt. Falls eine Infektion vorhanden sollte, kann die Einnahme eines Antibiotikums effektiv sein. Allerdings rate ich von der Einnahme aufs Geratewohl ab, da sie die Darmflora zerstören kann und so auch die Situation verschlimmern kann. Nimm in jedem Fall zu dem Antibiotika Probiotika ein, damit die nützlichen Bakterien nicht unabsichtlich zerstört werden.

Wie kann ich auf natürliche Weise die Infektionsbekämpfung unterstützen?

Zusätzlich kannst du dein Immunsystem bei der Infektionsbekämpfung auch natürlich helfen, wieder in Balance zu kommen.Stärke dein Immunsystem deshalb vorsorglich und regelmässig mit einer vitalstoffreichen Ernährung.

Natürliche Substanzen zur Infektionsbekämpfung:

Probiotika, Kokosöl, extra vergine, ganze Knoblauchzehen (roh), fermentierte Nahrungsmittel (Sauerkraut,etc.), Süßholzwurzel, Coenzym Q10, Kurukuma, Oregano-Öl, Ingwer

Wie schaffe ich ein immunologisches Gleichgewicht zwischen TH1-und TH2 -Zellen?

Wie bereits in „Fokus Autoimmunerkrankung“ erklärt, ist bei der Hashimoto das Immunsystem und die TH-Zellen ins Ungleichgewicht geraten. Meistens liegt eine TH1-Dominanz vor. Allerdings kann dies ohne entsprechende Untersuchung nicht sicher festgestellt werden. Es gibt natürliche Mittel, die jeweils eine TH1 oder TH2 Produktion fördern. Allerdings kann bei einem unkontrollierten Versuch, das Gleichgewicht zu beeinflussen, Schaden angerichtet werden. Du musst wissen, welche der Seite der Waage nach unten zeigt, um dein Wohlbefinden und deine Gesundheit zu verbessern. Im folgenden möchte ich einen entzündungshemmenden Ansatz vorstellen.

Wie gehe ich mit Entzündungen um?

Durch die Autoimmunerkrankung entstehen viele Entzündungen im Körper. Es ist also wichtig, die Schaffung eines entzündungshemmenden Umgebung zu fördern, um das Gleichgewicht wieder herzustellen. Über den Entzündungsmarker im Blut (C-reaktive Protein und Homocystein) kann eine Entzündung festgestellt werden und deren Verlauf beobachtet werden.

Unser Körper braucht essenzielle Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, deren Verhältnis für eine ordnungsgemäße Funktion des Immunsystems 1:1 betragen sollte.

Omega-3-Fettsäuren sind entzündungshemmend. Omega-6-Fettsäuren sind entzündungsfördernd.

So hat unsere Ernährung einen starken Einfluss auf Entzündungen im Körper. Wir nehmen über unseren westlichen Ernährungsstil zu viele essenzielle Omega-6-Fette und ungenügend Omega-3-Fette zu uns. Omega-6-Fettsäuren nehmen wir am häufigsten über Pflanzenöle, Nüsse und Samen auf. Pflanzenöle und Margarine wurden jahrelang als die gesunde Alternative zu gesättigten Fettsäuren empfohlen. Allerdings enthalten sie einen hohen Anteil an Omega-6-Fettsäuren und der Verzehr kann das Gleichgewicht stören. Diese Fettsäuren oxidieren sehr leicht, wenn sie Licht und Wärme ausgesetzt sind. Der Verzehr von oxidierten Fetten kann Entzündungen in den Zellen verursachen und das Krebsrisiko steigern.

Gesättigte Fettsäuren (Butter und tierische Fette) sind in den Verruf gekommen, allerdings sind diese noch gesünder als die entzündungsfördernden Pflanzenöle.

So kann es bei der Wiederherstellung des Immungleichgewichts von Nutzen sein, sich um ein besseres Verhältnis zwischen Omega-6 und Omega-3-Fettsäuren zu bemühen. Omega-3-Fettsäuren kommen in Fisch, Meeresfrüchten und Leinsamen vor. Solltest du nun über den Quecksilbergehalt in Fisch besorgt sein, kannst du auch Nahrungsergänzungsmittel in Form von Fischölkapseln zu dir nehmen. Hier wird die Dosierung von 1-4g empfohlen.

Beim Fleischkonsum ist auf die Fütterunsgweise zu achten. So enthält das Fleisch eines Weidetiers im Vergleich zu einem Tier, das mit Soja, Getreide oder Mais gefüttert wurde, weniger Omega-6-Fettsäuren.

Gesunde entzündungshemmende Öle sind Kokosöl, Olivenöl extra vergine und Dorschleberöl.

Es kann für die Hashimoto Betroffenen vorteilhaft sein, diese Öle in den täglichen Speiseplan mitaufzunehmen. Insbesondere Kokosöl kann für Menschen mit einer zu wenig aktiven Schilddrüe vorteilhaft sein. Es regt den Stoffwechel an und fördert somit die Gewichtsabnahme und zusätzlich wirkt es als Antioxidans.
Vier Esslöffel Kokosöl werden für einen Erwachsenen täglich empfohlen. Es kann anstelle von Butter oder Sahne verwendet werden. Es ist hitzestabil und eignet sich somit auch zum Kochen und Braten. Olivenöl hingegen sollte nicht erhitzt werden, da das einfach ungesättigte Fett oxidieren kann.

Die Durchschnittsernährung in der westlichen Welt ist überladen mit Getreide, raffiniertem Zucker, tierischen Eiweiß und minderwertigen Fetten – die besten Zutaten für eine übersäuernde, vitamin- und mineralstoffarme Ernährung, die den Säure-Basen-Haushalt stört und entzündliche Kettenreaktionen zur Folge hat.

Zur  Vermeidung chronischer Entzündungskrankheiten ist eine überwiegend basische Ernährung mit antioxidativen Vitalstoffen wie Vitamin A, Vitamin C und Vitamin E, Kupfer, Selen, Zink und Omega-3-Fettsäuren unumgänglich.

Weitere entzündungshemmende Lebensmittel sind:
Zitrone, Magnesium, fermentierte Lebensmittel, Spinat, Brokkoli, Zwiebeln und Knoblauch, Kurkuma und Ingwer, Kirschen, Papaya und Blaubeeren, Omega-3-Fettsäuren.

Insbesondere Kurkuma kommt hier eine große Rolle bei. Es ist empfehlenswert, dies reichlich dem Speiseplan hinzuzufügen. Allerdings kann bei Autoimmunerkrankungen es trotzdem sinnvoll sein als Nahrungsergänzung einzunehmen. Kurkuma wird als Einzelsupplement sehr schnell vom Körper wieder ausgeschieden. So sollte es daher mit Piperin (ein Alkaloid, das in Pfeffer vorkommt) kombiniert werden. Es können bis zu 8g täglich eingenommen werden. Allerdings zeigen sichbei Hashimoto Betroffenen gegebenenfalls Unverträglichkeiten gegen das Piperin, die Nachtschattengewächse nicht so gut vertragen.

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