Steckbrief der Hashimoto & Krankheitsverlauf

Wissen bietet die Chance zur Veränderung.(Claire Fagin)

Hashimoto klingt japanisch und vor allem selten. Dabei ist diese Krankheit mittlerweile eine Volkskrankheit und sehr weit in der westlichen Welt verbreitet. Allerdings gibt es immer noch sehr viele Fehldiagnosen bzw. Spätdiagnosen. Ärzte unterschätzen oft die Symptome oder nehmen die Patienten nicht ernst. Es ist eine unsichtbare Krankheit mit zahlreichen Beschwerden, die die Lebensqualität stark einschränken können.  Im folgenden findet ihr eine kurze Beschreibung zu Krankheit.

Eine sehr treffende Beschreibung aus der Perspektive einer Betroffenen findet ihr hier.

Hashimoto -Thyreoiditis ist eine Autoimmunerkrankung, bei der der Körper seine eigene Schilddrüse angreift und zerstört. Stück für Stück zerstört dein Körper die eigene Schilddrüse, als ob sie der Feind sei. In einem gesunden Immunsystem, dienen Antikörper als Armee, um fremde Eindringlinge im Köper zu erkennen und zu zerstören, wie z.B. Bakterien, Viren, Pilze und Parasiten.

Im Falle von Hashimoto hat ein defektes Immunsystem verheerende Folgen auf den Körper, indem Antikörper gegen die eigene Schilddrüse schießen, als ob es der Feind wäre. Obwohl die Volkskrankheit Hashimoto Thyreoiditis weltweit eine der führenden Ursachen einer Schilddrüsenunterfunktion ist, wird die Diagnose häufig in der Schulmedizin übersehen oder sogar Fehldiagnosen bei den Symptomen getroffen . Vielleicht denkst du dir derzeit: „Mein Arzt hat nie eine Hashimoto-Thyreoiditis bei mir diagnostiziert. Diese Seite betrifft mich nicht.“

Bist du dir sicher? Könntest du an Hashimoto Thyreoiditis erkrankt sein und es nicht wissen? Wurden bei dir Schilddrüsen-Antikörper getestet? Bist du dir sicher?

Hast du dich bei deinem Arzt über Symptome der Schilddrüsenunterfunktion, wie Müdigkeit, Gewichtszunahme, „Gehirnnebel“, Muskelschwäche, Verstopfung, unregelmäßige Menstruationszyklen, häufige Infektionen, trockene Haut und Haarausfall beklagt? Sind deine Schilddrüsen- Laborwerte  nach einem Blutbild als „normal“ zurückgekommen und dein Arzt meinte dann zu dir, dass deine Schilddrüse völlig in Ordnung sei? Du hast aber weiter an diesen Symptome gelitten, ohne jede Besserung?

Geschichte: Hashimoto ist über 100 Jahre alt!

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Der japanische Arzt, Chirurg und Pathologe Hakaru Hashimoto veröffentlichte 1912 im deutschen Fachblatt „Archiv für klinische Chirurgie“ einen Beitrag. Dies gilt als Geburtstunde der Hashimoto Thyreoiditis. Und schon damals machte er auf doie Ähnlichkeiten mit den heute bekannten Autoimmunerkrankungen Sjörgen Syndrom und Morbus Basedow aufmerksam.

Steckbrief der Krankheit Hashimoto Thyreoiditis

Die Hashimoto Thyreoiditis ist eine entzündliche Schilddrüsenerkrankung. Sie gilt als Prototyp der chronischen lymphozytären Schilddrüsenentzündung. Darüber ist die Hashimoto eine Autoimmunerkrankung, wobei im Krankheitsverlauf Immunreaktionen gegen Thyreoglobulin (TG) und Thyreoperoxidase (TPO) stattfinden. Allgemeine Kennzeichen sind zirkulierende Antikörper (TG-AK, TPO-AK) gegen die Schilddrüsenantigene, Kropfbildung (Struma), Überschwemmung des Schildrüsengewebes mit Lymphozyten sowie bevorzugt Symptome der Schilddrüsenunterfunktion. Abgesehen von der sporadisch beobachteten Ausheilung in der Frühphase, gilt die Hashimoto als nicht heilbar. Sie kann aber gut behandelt werden.

Krankheitsverlauf der Hashimoto Thyreoiditis

Bei der Autoimmunerkrankung Hashimoto Thyreoiditis handelt es sich um einen unterschiedlich aktiven, schleichenden Zerstörungsprozess von Schilddrüsengewebe, so dass man eine bunte Mischung an Krankheitsverläufen beobachten kann.

Es gibt zwei verschiedene Formen der Hashimoto Thyreoiditis:

  • Atrophe Form: Hier schwinden die Zellen der Schilddrüse. Das Organ schrumpft. In Deutschland leidet die Mehrheit der Patienten an dieser Variante der Krankheit.
  • Hypertrophe Form: Bei dieser – hierzulande selteneren – Form vergrößert sich die Schilddrüse, ein Kropf (eine Struma) entsteht.

Werden die Hormonspeicher der Schilddrüse durch die Entzündung angegriffen, dann können vorübergehend ungewöhnlich große Mengen Schilddrüsenhormone ins Blut gelangen und Symptome einerSchilddrüsenüberfunktion auslösen (siehe Symptome).  So kann anfangs eine Schilddrüsenüberfunktion auftreten, gelegentlich mit extremen Beschwerden. Dies ist die sogenannte Hashitoxikose.

Im weiteren Krankheitsverlaufwird das Gewebe des Organs immer mehr geschädigt, so dass es allmählich funktionsuntüchtig wird. Der Spiegel an Schilddrüsenhormonen sinkt ab. Beschwerden der Schilddrüsenunterfunktion stellen sich ein. So stehen meist Symptome der Schilddrüsenunterfunktion im Vordergrund, da sich der Anteil des intaktem Schilddrüsengewebe zunehmend verringert.

Dies stiftet mitunter diagnostische Verwirrung.

Noch verwirrender ist es, wenn die Autoimmunerkrankung gemeinsam mit weiteren „vergesellschaft“ ist, was rätselhafte Beschwerden auslösen kann. Dies ist bei etwa 25% der Hashimoto Patienten  zutreffend. Mehr hierzu findet sich unter Begleiterkrankungen der Hashimoto.

Schweregrad und Krankheitsverlauf können sehr unterschiedlich sein. Es gibt den Krankheitsverlauf ohne nennenswerte Beschwerden ebenso wie solche mit schwerer Symptomen, die die Lebensqualität enorm einschränken.

Die weit überwiegende Mehrzahl (etwa 80 Prozent) der Erkankungen verursacht bei richtiger Behandlung nur leichte Beschwerden.

Krankheitshäufigkeit der Hashimoto Thyreoiditis

Einstmals wurde Hashimoto als exotische Erkrankung bewertet, allerdings ist sie heute die häufigste Autoimmunerkrankung des Menschen und häufigste Ursache für eine Schilddrüsenunterfunktion.

Frauen erkranken häufiger als Männer, bevorzugt im Alter von 30 bis 60 Jahren. Auch Kinder können erkranken. Die Krankheitshäufigkeit in der deutschen Bevölkerung insgesamt beträgt je nach Untersuchung etwa 4-12%. Pro Jahr sollen 22 con 100.000 deutschen Bürgern neu erkranken. Hashimoto kann familiär gehäuft auftreten. Insbesondere in Phasen der hormonellen Umstellung wie der Pubertät, nach der Schwangerschaft und in den Wechseljahren bricht die Krankheit häufiger aus.

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