Leaky-Gut-Syndrom und Wiederherstellung Darmflora

Der Darm ist der Vater aller Trübsal. (Hippokrates)

Damit sich Hashimoto Thyreoiditis entwickeln kann, muss außer der genetischen Veranlagung und den Auslösern (Infektionen, Stress, Toxine) noch ein drittes Puzzlestück vorhanden sein. Das gemeinsame Bindeglied aller Autoimmunerkrankungen ist die erhöhte Durchlässigkeit des Darms (auch „Leaky-Gut-Syndrom“ genannt).

Forscher haben nun herausgefunden, dass der Darm nicht nur für die Verdauung und Resorption von Nährstoffen verantwortlich ist, sondern auch für die Unterstützung des Immunsystems bei der Unterscheidung zwischen fremden Eindringlingen und körpereigenen Antigenen. Dies erleichtet die Kontrolle der Krankheitserreger und verhindert somit Autoimmunreaktionen.

Was ist das Leaky-Gut-Syndrom?

Unter einem Leaky-Gut-Syndrom wird verstanden, wenn eine anormal erhöhte Durchlässigkeit des Dünndarms besteht. So kann es dazukommen, dass feste Verbindungen „locker“ werden und ermöglichen, dass Substanzen, die normalerweise das nicht können, in den Blutkreislauf gelangen.

Sobald also Nahrungsmittelbestandteile, Bakterien und körpereigene Antigene die Darmschleimheit überwinden und in den Blutkreislauf eintreten, werden sie vom Immunsystem als Fremdkörper erkannt. Dies kann zu Entzündungen im gesamten Körper und im Darm führen. Als Konsequenz können Autoimmunprozesse entstehen und die Darmdurchlässigkeit kann weiter erhöht werden.

Faktoren, die die Darmdurchlässigkeit erhöhen:

  • Alkohol
  • anstrengender Sport
  • Capsaicin (Paprika, Cayennepfeffer)
  • Gliadin (Gluten)
  • psychischer Stress

Wie kann ich eine Darmdurchlässigkeit feststellen?

Die Darmdurchlässigkeit kann ziemlich einfach festgestellt werden. Es wird über einen nicht-invasiven Test mit den zwei Zuckerarten Lactulose und Mannitol überprüft. Der Betroffene trinkt eine vorher abgemessene Menge der beiden Zucker. Der Grad der Durchlässigkeit oder der Malabsorption lässt sich durch die Menge der beiden Zucker bestimmen, die aus einer Urinprobe der folgenden sechs Stunden gewonnen wird.

Mannitol wird normalerweise gut resorbiert. Lactulose im Gegenzug sollte nicht resorbiert werden, wenn die Darmschleimheit in Ordnung ist. Ein erhöhtes Verhältnis von Lactulose zu Mannitol weit auf ein Leaky-Gut-Syndrom hin. Der Test kann nach erfolgter Behandlung wiederholt werden.

Was bedeutet eigentlich eine gute Darmflora?

Der Darm hat etwa 100 Billionen Bakterien, Hefen und andere Mikroben. So werden unser immunologisches Gleichgewicht, die Emotionen und der allgemeine Gesundheitszustand von der Zusammensetzung der Darmflora bestimmt. Eine große Anzahl dieser Bakterien unterstützt uns bei der Verstoffwechlsung komplexer Kohlenhydrate, der Erhaltung einer intakten Darmbarriere und der Unterdrückung von Darmentzündungen.
Ein bekannter Hefepilz ist der Candida albicans, der in sehr geringen Mengen zur Darmflora gehört. Allerdings kann er bei Überwucherung durch Antibiotika, eine Schwangerschaft, Scheidenpilzinfektionen, die Antibabypille und eine Ernährung mit vielen einfachen Kohlenhydraten zum Erreger werden.
Die meisten Hashimoto-Patienten sind von so einer Überwucherung betroffen. Der Pilz liebt stärkehaltige Nahrungsmittel, Zucker und Alkohol.

Meine Empfehlung zur Eindämmung des Hefepilz (Candida):

  • Meide einfache Kohlenhydrate, Nüsse, Samen, Getreide, Pilze, Kartoffeln, Obst, Milchprodukte und Alkohol
  • Nehme zusätzlich ein Probiotika und Biotin als Nahrungsergänzungsmittel ein

Wie kann ich eine gute Darmflora herstellen?

Die Einnahme von Medikamenten, die Infektionen, die wir durchgemacht haben, die Art der Nahrung, die wir zu uns nehmen, sowie körperlicher und seelischer Stress können die Verbreitung einer bestimmten Bakterienart fördern und dazu führen, dass andere eliminiert werden. So können zum Beispiel durch die Einnahme von Breitbandantibiotika alle Bakterienarten zerstört werden, da sie über keine entsprechende Steuerung (was gut oder böse ist) verfügen. Hier ist es besonders wichtig, nach jeder Antibiotikabehandlung wieder gute Darmbakterien anzusiedeln. Auch die Anti-Babypille bewirkt eine Veränderung des PH-Wertes im Darm und verändert so die Darmflora. Zusätzlich haben Forscher nun entdeckt, dass stressige Situationen die Anzahl an schädlichen Darmbakterien erhöhen und die Durchlässigkeit der Darmschleimheit fördern kann.

Wie kann ich mit meiner Ernährung eine gute Darmflora beeinflussen?

Einflussfaktoren für eine gute Darmflora sind Ernährung, Nahrungsergänzungsmitteln, Probiotika und eine ruhigere Lebensweise.

Im ersten Schritt ist es wichtig, alle Nahrungsmittelunverträglichkeiten aufzudecken und zu eliminieren. Hierzu sollte für drei Wochen auf die entsprechenden Allergenen wie Gluten, Laktose, Soja verzichtet werden. Die Ernährung sollte drei Tage mit einer leicht verdaulichen Entgiftungskur beginnen und dann die restliche Zeit eine spezielle kohlenhydratarme Diät verfolgt werden. Wichtig ist es auch täglich fermentierte, d.h. milchsauer vergorene Nahrungsmittel wie Kimchi oder Sauerkraut zu verzehren.

Zusätzlich macht die Einnahme von Probiotika Sinn. Hier ist besonders empfehlenswert, dass die Probiotika mehrere Stämme nützlicher Bakterien enthalten und die Konzentration der aktiven Bakterien, sollte pro Kapsel im Milliadenbereich liegen.
Eine genaue Anleitung findest du in meinem Soforthilfe-Programm.

Sichere dir meine besten Hashimoto Tipps

Erhalte meine besten Empfehlungen zur Behandlung von Hashimoto Thyreoiditis und trage dich in meinen Newsletter ein. Hole dir dein Lächeln zurück und fühle dich wieder rundum wohl in deinem Körper!