15 Tipps um Deinen Hormonhaushalt natürlich zu unterstützen

Dez 26, 2014

Estrogen, Progesterone, Testosterone, Schilddrüsenhormone, Cortisol, Insulin etc.
Wir haben die Begriffe öfters gehört und wissen vielleicht, wie einige funktionieren, aber ganz ehrlich: Das ist alles wahnsinnig komplex!

Diesen Artikel habe ich geschrieben, um es leichter zu machen.

Ich habe die letzten Jahre intensiv versucht die Wirkungsweise der Hormone zu verstehen, ich habe so einige Lösungen versucht, die in der Literatur und von den Experten gepriesen werden. Und meistens wird empfohlen, die Defizite über künstliche Hormone auszugleichen.

Aus diesen Gründen möchte ich hier noch weitere Alternative beschreiben, die ihr noch zusätzlich ausprobieren könnt.
Die Hormone auf eine natürliche Art und Weise auszugleichen, kann dir helfen, dein Wohlbefinden zu steigern.

Hier sind meine besten Tipps:

1. Vermeide “ weiße“ Lebensmittel

Wie bereits in vielen Büchern erwähnt, hat vor allem der Weizen negative Auswirkungen auf die Verdauung. Jedoch ist gerade eine funktionierende Verdauung wichtig für die Bildung von Hormonen. Zum Beispiel wird ein großer Teil der Schilddrüsenhormonen fT3 im Darm in das vom Körper verwertbare Schilddrüsenhormon fT4 umgewandelt. Ebenso erfolgt die Freisetzung von Vitamin D3 im Darm. Ich empfehle daher für 21 Tage auf Weizen und andere stark verarbeitete Kohlenhydrate wie Zucker, weißer Reis, Brot, Alkohol zu verzichten. Nach dieser Zeit kannst du vereinzelt die Lebensmittel wieder in deinen Speiseplan aufnehmen. Beobachte jeweils genau, wie dein Körper reagiert und handle entsprechend.

2. Achte auf ausreichend Omega-3 Fettsäuren

Du kannst deinen Hormonaushalt sehr gut unterstützen, indem du auf mehrfach ungesättigte Omega-3- Fette in deiner Ernährung achtest. Dies kann in Form von fettem Fisch oder veganes Algenöl. Chiasamen, Leinsamen und Walnüsse haben alle Alpha-Linolensäure (ALA), die schwieriger zu brauchbarem Omega-3 umzuwandeln ist.

3. Hände weg von kommerziellen/ billigen Ölen

Viele kommerzielle Öle enthalten Omega-6-Fettäuren, die zu Herzerkrankungen und Hormonstörungen führen, um einige Folgen zu benennen. Die folgenden Öle sind zu vermeiden: Pflanzenöl, Erdnussöl, Rapsöl, Sojaöl, Margarine, Backfett oder andere chemisch veränderte Fette. Wähle lieber Öle wie natives Kokosöl, echte Butter, Olivenöl (nicht erhitzen!) Außerdem achte immer auf gute Qualität bei Fisch und Fleisch.

4. Sorry to say…aber begrenze deine Koffein-Einnahme

Übermäßiger Koffeinverzehr erhöht dein Cortisol und blockiert bzw. verlangsamt deine Schilddrüse. Ich bin auch großer Kaffee-Liebhaber und kann deshalb nicht vollkommen auf mein morgendliches Gebräu verzichten. Achte jedoch insbesondere auch hier auf die Herkunft. Auch bei der Herstellung ist einiges zu beachten. Ich liebe das Paleo-Rezept des Bulletproof Coffees von Dave Asprey.

5. Iss Avocados und Kokosöl

Dies und andere Quellen von gesättigten Fettsäuren ist der beste Weg, um Testosteron oder weibliche Hormone zu steigern. Cholesterin ist für die Bildung von gesunden Zellmembranen notwendig und ist ein Vorläufer für alle Steroidhormone (Progesteron, Östrogen, FSH, etc.). Ein hormonelles Gleichgewicht ist nur durch eine ausreichende Menge an gesättigten Fetten möglich.

6. Achte auf deinen Leptingehalt

Leptin ist ein Hormon, das Hunger und Stoffwechsel reguliert. Ein Mangel in unseren Leptinspiegel kann durch den Verzehr von zu viel Zucker oder verarbeitete Lebensmittelsowie Schlafmangel ausgelöst werden. Als Ergebnis haben wir noch mehr Heißhunger und einen langsameren Stoffwechsel. Die Lösung hierbei? Iss Vollwertkost, meide Zucker und achte auf ausreichend Schlaf.

7. Ergänze mit Vitamin D

Vitamin D wirkt wie ein Hormon in unserem Körper und bei Mangel kann es mit Allergien, Asthma, Gewichtszunahme, Müdigkeit und sogar Krebs in Verbindung gebracht werden. Es ist am besten von der Sonne erhalten, aber oft Sonnenlicht ist nicht genug. Deinen Vitamin D-Spiegel kannst du vom Arzt überprüfen lassen.

8. Probiere die Maca-Wurzel

Die Maca Wurzel ist eine Knolle aus Rettich Familie, die die Hormonproduktion und Libido fördert. Viele Frauen bemerken weniger PMS-Symptome, erhöhte Fruchtbarkeit und verbesserte Haut, während die Männer erhöhte Spermienproduktion, Libido feststellen und besser schlafen können. Maca ist auch reich an Mineralstoffen und essentiellen Fettsäuren, wodurch es ideal für den Hormonhaushalt wirkt.  Es schmeckt als Pulver sehr gut in einem Smoothie und ist auch in Kapselform erhältlich.

9. Füll deine Ballaststoffspeicher auf

Erhöhe die Ballaststoffe in deiner Ernährung durch rohem Obst und rohes Gemüse. Ballaststoffe bindet sich an alte Östrogen, reinigt so das System und sorgt für einen guten Ausgleich. Das ist vor allem gut für Männer und Frauen, die an Östrogen-Dominanz leiden.

10. Iss mehr sekundäre Pflanzenstoffe

Hier meine ich rohe Grünpflanzen, 3-5 Portionen pro Tag. Das klingt viel. Es ist allerdings nicht schwer, wenn du Gemüse in einem grünen Smoothie zu Beginn des Tages integriert und später einen Salat isst.

11. Mache mehrmals in der Woche acht Sprint-Übungen

Ich bevorzuge ja lieber langsame Cardio Workouts. So war dieser Tipp anfangs sehr schwer für mich. Aber er hat funktioniert.  Du erhälst so Endorphin  und dies verlangsamt die Alterung. Zum Aufwärmen für 2 bis 3 Minuten gemütlich laufen, dann erhöhe die Geschwindigkeit auf eine 30-Sekunden-Sprint. (Das Tempo, das für mich gut klappt, liegt bei etwa 13 – 14 Kilometer pro Stunde.) Dann verringere wieder die Geschwindigkeit auf einen komfortablen Lauf (in meinem Fall etwa 10 Km/h). Mache acht Wiederholungen der Sprints und geschafft! Es ist schnell, aber anstrengend.

12. Erkenne die Hormonblocker  in deinem Badezimmerschrank

Derzeit kennen wir nur einen Bruchteil der chemischen Hormonblocker und deren Auswirkung. So ist es schwer, alles zu vermeiden. Aber versuche, diese auf jeden Fall zu vermeiden: Parabene, Phthalate  und Bisphenol-A (BPA) 

13. Reduziere Stress

Auch wenn am Ende alles gut geht, bringt ein hohes Maß an Cortisal, das bei Stress ausgeschüttet wird, alle deine Hormone aus dem Gleichgewicht. Negative Auswirkungen hoher Cortisol-Spiegel sind meist bekannt, durch die Gewichtszunahme bzw. erschwerte Gewichtsabnahme, Allerdings ist Cortisol generell sehr ungesund und auch bei schlanken Frauen wird erhöhtes Bauchfett nachgewiesen, falls ein hoher Cortisolspiegel vorhanden ist. Deshalb liegt in der Ruhe die Kraft.

14. Überdenke die Einnahme synthetischer Hormone wie die Antibabypille

Ich habe sei Jahren die Antibaby-Pille genommen, da sie neben der einfachen Verhütung auch meine Menstruationsschmerzen verbessert hat. Allerdings schwächt sie die Schilddrüsenhormone ab und hat zahlreiche weitere negative Effekte auf den Körper. Viele sind noch nicht langfristig erforscht. In den aktuellen Studien wird deutlich belegt, dass die Antibabypille die Männerauswahl und sogar die Persönlichkeit beeinflussen kann. Daher empfehle ich auf jeden Fall natürliche Verhütungsmethoden in Betracht zu ziehen und auf die synthetischen Hormone zu verzichten.Wenn du Menstruations- oder Menopause-Beschwerden haben, versuche es einmal mit Mönchspfeffer.

Mönchspfeffer unterdrückt die Freisetzung von Prolaktin aus der Hypophyse. Ein erhöhter Prolaktin-Spiegel kann auch zu einem unregelmäßigen Menstruationszyklus oder sogar zu vollständigen Fehlen führen. Mönchspfeffer ist auch in vielen Kräuterkombinationen enthalten, um bei prämenstruelles Syndrom (PMS) oder Symptome der Menopause zu helfen.

 

Carina Schnitzenbaumer

About the Author

Carina Schnitzenbaumer

Ich bin seit über 10 Jahren selbst von Hashimoto Thyreoiditis betroffen und habe viel erlebt: unwissende Ärzte, unzureichende Diagnosen, wenig verständnisvolle Bekannte und eine Verharmlosung meiner Symptome. In den letzten Jahren habe ich vor allem mich und meinen Körper sowie meine Bedürfnisse kennengelernt. So habe ich es geschafft in nur zwei Jahren meine Symptome in den Griff zu bekommen und wieder gesund zu werden. Durch eine Anpassung meiner Ernährung, meiner inneren Einstellung sowie die richtige Einstellung meiner Hormone, Vitamine, Mineralien und Spurenelemente habe ich meine Lebensenergie wieder zurück gewonnen. Diese Erfahrung möchte ich gerne mit euch teilen. Ich freue mich über regen Austausch und euer Feedback.

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