Hashimoto und Achtsamkeit: Lächle trotz Diagnose!

Feb 1, 2016

Leg deine ganze Kraft in diesen einen Augenblick! (Kodo Sawaki)

Was bedeutet Achtsamkeit?

Wikipedia beschreibt es wie folgt: Achtsamkeit (engl. mindfulness) kann als Form der Aufmerksamkeit im Zusammenhang mit einem besonderen Wahrnehmungs- und Bewusstseins­zustand verstanden werden, als spezielle Persönlichkeitseigenschaft sowie als Methode zur Verminderung von Leiden (im weitesten Sinne).
So versteht man unter Achtsamkeit eine neugierige, offene und akzeptierende Haltung gegenüber allem, was gerade ist und was man tut. Hingabe an den Augenblick! Also genussvoll den Tee genießen, bewusst das Vögelzwitschern wahrnehmen, oder den Wind in den Haaren spüren.

Achtsamkeit heißt also,

  • sich dessen bewusst zu sein, was gerade jetzt innen und außen passiert
  • und das darüber hinaus gelassen und ohne emotional in Aufruhr zu geraten, zu betrachten.

Was sind die Positiven Effekte von Achtsamkeit?

Es gibt eine Reihe von wissenschaftlichen Studien (und ihre Zahl steigt), die wünschenswerte Effekte auf körperlicher und psychologischer Ebene finden. Interessanterweise für alle möglichen Beschwerden, Leiden und Gebrechen: von Hautkrankheiten über chronischen Schmerz, bis hin zu Depression, Stress und Essstörungen. Auch beim Abnehmen kann Achtsamkeit helfen. So zeigte eine Studie mit 47 übergewichtigen Frauen, dass jene, die neben einer gesunden Ernährung meditiert hatten, nach neun Wochen ihr Gewicht stärker reduziert und geringere Werte des Stresshormons Cortisol im Blut hatten als die Kontrollgruppe ohne Achtsamkeitsübungen.

Und warum ist Achtsamkeit wichtig? Warum kann mir Achtsamkeit im Umgang mit Hashimoto helfen

In dem interessanten Buch von Vidyamala Burch „Gut Leben trotz Schmerz und Krankheit“ wird der achtsame Weg beschrieben. Dieses Buch bietet »Friedensverhandlungen mit der Krankheit« an – einen Weg, dem Leiden respektvoll zu begegnen und seine Botschaft zu verstehen. Inspiriert von der buddhistischen Achtsamkeitstechnik hat Vidyamala Burch, die seit Jahrzehnten unter starken Schmerzen leidet, ein sanftes Programm entwickelt, mit dem Schmerz leben zu lernen. Da chronische Schmerzen oft therapieresistent sind, zeigt sie, wie wir die psychisch-emotionale Dimension von Schmerz bewältigen können. Ihn zu akzeptieren ist der erste Schritt. Ein sanftes Übungsprogramm mit Yoga und Atemübungen zeigt, wie es konkret geht.

So hilft uns Achtsamkeit die Symptome von Hashimoto zu akzeptieren und zu mildern. Wie bereits in diesem Artikel beschrieben, kann der Alltag sich manchmal als unberechenbar gestalten, wenn Hashimoto wieder einmal mit einem Schub zuschlägt. Hier hilft uns Gelassenheit auch die schwierigen Tag zu überstehen. Vor allem die Meditation und die Einstellung zur Dankbarkeit unterstützen mich mit der „launischen Hashimoto“ gut umgehen zu können.

Wie erkenne ich eine achtsame Person und wie werde ich zu einer?

 Hashimoto Achtsamkeit Freude

Wenn man Jemanden trifft, der achtsam ist, fühlt man sich sofort zu dieser Person hingezogen.

Du fühlst dich nur alleine dadurch gut, dass du in der Nähe dieser emphatischen Person bist. Diese Personen strahlen Glück, Freiheit und Großzügigkeit aus, und haben die einzigartige Fähigkeit die Gegenwart und jeden Moment zu genießen.

Der einzige Weg, wie du deine wahre spirituelle Zufriedenheit und auch Wohlbefinden mit deiner Diagnose erreichen kannst, ist indem du deinem Herzen folgst. Im folgenden findest du ein paar Hinweise, die du nutzen kannst, um auf dem richtigen Weg zu belieben.

Meine 20 Tipps zu mehr Achtsamkeit:

Beherzige die folgenden Tipps zur Achtsamkeit und du wirst dein Lächeln auch in schwierigen Zeiten mit der Diagnose Hashimoto behalten oder finden:

  1. Du bist nicht mehr in der Opfer-Rolle, sondern nimmst dein Schicksal selbst in die Hand.
  2. Du liebst dein Leben, weil du dir immer treu bist.
  3. Du bist großzügig.
  4. Du hast die emotionale Achterbahn verlassen und deine Gefühle erscheinen dir wie glatte Wellen an einem sonnigen Tag.
  5. Du ertappst dich, wenn du andere verurteilst und realisierst dass dieses Verhalten sehr eng an deine eigene Selbstwahrnehmung geknüpft ist.
  6. Du hast keine Angst falsche Entscheidungen zu treffen, weil du weißt, dass du aus diesen immer lernen kannst.
  7. Du verstehst, dass Glück und Freiheit aus dir selbst kommen und je mehr du daran arbeitest, desto stärker werden sie.
  8. Du hast keine Angst mehr vor der Meinung der anderen; du bist selbstbewusst sowohl beruflich als auch persönlich.
  9. Du verbringst täglich Momente in Ruhe und es fehlt dir, wenn es nicht möglich ist. Denn da hast du das Gefühl, dass etwas “ausgeschaltet” ist.
  10. Du hast den Mut, Beziehungen zu beenden, die negativ geworden sind, da du weißt, dass sie ihren Zweck bereits erfüllt haben.
  11. Deine Seele ist glücklich, weil du jeden Tag einen Moment findest zu träumen und zu lachen.
  12. Du fühlst dich nicht einsam oder verlassen, sondern du schätzt deine “Alleine” Zeit als sehr wertvoll.
  13. Du bemerkst jeden Tag Farben, Geschmack, Schönheit und es lässt dich wieder zum Kind werden.
  14. Du drückst deine Gefühle, Wünsche und Sehnsüchte aus mit voller Selbstsicherheit und ohne Konfrontation.
  15. Du hast nicht das Gefühl, deine Lebensweise zu erklären, weil du verstehst, dass es für dich das richtige ist, aber für andere vielleicht nicht.
  16. Du bist in der Lage zumindest 25% deiner Zeit in der Gegenwart und mit Freude zu verbringen.
  17. Du handelst nach deiner Intuition und nicht nach Vermutungen. Du folgst deinem Herzensweg.
  18. Du vertraust dass das Leben auf deiner Seite steht, Probleme immer Möglichkeiten sind, aus denen du lernen kannst.
  19. Du bist in der Lage, dich immer wieder zu verlieben, in deine Freunde, in deinen Partner, in deine Arbeit.
  20. Du fängst deinen Tag mit einem Vorhaben an und beendest ihn mit Dankbarkeit.

Wie kannst du nun Achtsamkeit erreichen?

Achtsamkeit ist Übung. Und Übung macht den Meister.

„Ja, aber“, wist du jetzt vielleicht denken. „Wozu dann dieser ganzen Rummel um Achtsamkeit?! Wieso üben und meditieren dann so viele Leute, und auch so viel? Ist ja ganz einfach.“

Es stimmt zwar, dass man ohne Probleme „mal eben etwas“ achtsam sein kann, aber (und jetzt kommt der Haken) ohne Übung ist diese Achtsamkeit halt nur schwach, löchrig und kurzatmig. Man könnte sagen, gehen oder laufen kann (fast) jeder – aber nur mit Übung kann man lange Strecken oder hohe Geschwindigkeiten laufen.

Und um die vollen positiven Effekte der Achtsamkeit ausschöpfen zu können, ist viel Übung notwendig.

Wenn du dies nun interessant findest, gibt es nur einen Weg: Probier es selber aus.

Wenn du das Gefühl hast, hey, das könnte was für mich sein, dann geh fair, nüchtern und rational an die Sache ran:

Such dir ein geeignetes Programm, z.B. Vipassana Meditation oder Mindfulness Based Stress Reduction (MBSR). Schau, ob das, was dort gemacht und erzählt wird, logisch, plausibel und stimmig ist und dann übe es eine Zeit lang diszipliniert.

Sag nicht – „also Geige spielen ist Quatsch, ich habe es gestern ausprobiert, es hat nicht funktioniert“. Du wirst zwei bis drei Monate diszipliniert üben müssen. Dann zieh selber für sich Bilanz und schaue, ob sich die positiven Effekte einstellen.

Weiterführende Informationen

Achtsamkeitstraining:

  1. Vipassana Dhamma Meditation: klicke hier.
  2. Mindfulness Based Stress Reduction (MBSR): klicke hier
  3. Apps fürs Smartphone: klicke hier.

Interessante Artikel zum Thema Achtsamkeit:

  1. Zeit online: Achtsam ist heilsam
  2. Spiegel online: Abnehmen mit Achtsamkeit
  3. HashimotoHilfe: Wer bin ich?

Gute Bücher:

  1. Vidayamala Burch: „Gut Leben trotz Schmerz und Krankheit. „–> Mehr Info und bestelle hier.
  2. Aljoscha Long: „Die 7 Geheimnisse der Schildkröte“–> Mehr Info und bestelle hier.
  3. Ajahn Brahm: „Der Elefant, der das Glück vergaß: Buddhistische Geschichten, um Freude in jedem Moment zu finden“ –> Mehr Info und bestelle hier.
Carina Schnitzenbaumer

About the Author

Carina Schnitzenbaumer

Ich bin seit über 10 Jahren selbst von Hashimoto Thyreoiditis betroffen und habe viel erlebt: unwissende Ärzte, unzureichende Diagnosen, wenig verständnisvolle Bekannte und eine Verharmlosung meiner Symptome. In den letzten Jahren habe ich vor allem mich und meinen Körper sowie meine Bedürfnisse kennengelernt. So habe ich es geschafft in nur zwei Jahren meine Symptome in den Griff zu bekommen und wieder gesund zu werden. Durch eine Anpassung meiner Ernährung, meiner inneren Einstellung sowie die richtige Einstellung meiner Hormone, Vitamine, Mineralien und Spurenelemente habe ich meine Lebensenergie wieder zurück gewonnen. Diese Erfahrung möchte ich gerne mit euch teilen. Ich freue mich über regen Austausch und euer Feedback.

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Jessica

Hallo ich finde das super geschrieben, und wäre dankbar wenn ich diese seiten kopieren könnte um in Ruhe durch zulesen .Ich habe im August einen Termin für die Untersuchung .Hashimoto, ich weis genau ich habe es es spricht alles dafür. Und hoffe das man mir helfen kann meine Nebennieren fangen schon an nicht richtig zu arbeiten . LG jessica

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