Was ist eine Hashitoxikose?

Aug 31, 2015

Zu Beginn der Erkrankung machen einige Hashimoto Betroffene eine kurzzeitige Phase der Überfunktion durch. Diese Phase kann auch unbemerkt ablaufen oder ausbleiben. Verstärkt sich die Schilddrüsenüberfunktion urplötzlich, spricht man von Hashitoxikose. Dies ist eine Extremform der Schilddrüsenüberfunktion.

Wann tritt eine Hashitoxikose auf?

Sie kann innerhalb von Stunden oder Tagen auftreten und lebensbedrohlich sein, da alles Symptome der Schilddrüsenüberfunktion um vielfaches verstärkt werden:Herzjagen, Hitzewallungen, Austrocknung, Unruhe, Zittern, Bewegungsdrang, Schlaflosigkeit, Psychose, Koma.

Was sind die genauen Symptome der Hashitoxikose?

Die Erkrankten spüren eine innere Unruhe und Gereiztheit. Sinneseindrücke können intensiver wahrgenommen werden. Auch Gefühle werden intensiver erlebt. Die Stimmungsausschläge sind in den positiven und negativen Bereichen größer- Häufig wird während der Hashitoxikose eine Erschöpfung bereits nach kleinen Anstrengungen bemerkt. Schlaflosigkeit, Angst und Panikgefühle werden von vielen Patienten beschrieben.

Weitere typische Symptome einer Hashitoxikose sind die starkes Schwitzen und Neigung zu weichem Stuhlgang bis zu Durchfall. Werden die Hände und Finger ausgestreckt, so ist oft ein Zittern sichtbar.

Zusätzlich führt die Hashitoxikose und die Symptome der Schilddrüsenüberfunktion in einiges Fällen zu Zyklusstörungen. Neben starken Blutungen können verkürzte oder verlängerte Zyklen auftreten. Auch das vollständige Ausbleiben der Menstruation ist möglich.

Gelegentlich treten muskelartige Schmerzen und Muskelschwäche besonders im Schultergürtelbereuch und den Beinen auf. Auch in Bereich der Rückenmuskelatur kann es zu schmerzhaften Muskeln und vermehrter Muskelspannung kommen.

Was ist der Auslöser für eine Hashitoxikose?

Der Auslöser für eine Hashitoxikose kann Wochen zurückliegen: Kontrastmittel oder Medikamente (z.B. Amiodaron), Absetzen von Hormonblockern (Thyreostatika), Kropfoperation (Strumaresektion) oder Begleiterkrankungen.

Wie behandle ich eine Hashitoxikose?

Die Behandlung mit Hormonblockern (Thyreostatika) ist unwirksam. Bei sehr starken Herzproblemen kann der Einsatz von Betablockern sinnvoll sein. So solltest du bei Herzproblemen deinen Endokrinologen darauf aufmerksam machen und gegebenenfalls einen Herzspezialisten (Kardiologen) aufsuchen.

Generell bitte bei Verdacht einer Hashitoxikose sofort einen Arzt aufsuchen und alle Symptome schildern, so dass er die richtigen Therapie-Maßnahmen treffen kann.

Carina Schnitzenbaumer

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Carina Schnitzenbaumer

Ich bin seit über 10 Jahren selbst von Hashimoto Thyreoiditis betroffen und habe viel erlebt: unwissende Ärzte, unzureichende Diagnosen, wenig verständnisvolle Bekannte und eine Verharmlosung meiner Symptome. In den letzten Jahren habe ich vor allem mich und meinen Körper sowie meine Bedürfnisse kennengelernt. So habe ich es geschafft in nur zwei Jahren meine Symptome in den Griff zu bekommen und wieder gesund zu werden. Durch eine Anpassung meiner Ernährung, meiner inneren Einstellung sowie die richtige Einstellung meiner Hormone, Vitamine, Mineralien und Spurenelemente habe ich meine Lebensenergie wieder zurück gewonnen. Diese Erfahrung möchte ich gerne mit euch teilen. Ich freue mich über regen Austausch und euer Feedback.

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myyinshi.com

Danke für euren tollen Beitrag.

Ich stöbere schon länger auf eurem interessanten Weblog. Und heute musste mich mal zu Wort melden .

Macht genauso weiter, freue mich schon auf die nächsten Artikel

http://www.givendream201312.com/

Besten Dank für deinen praktischen Beitrag.

Ich stöbere schon länger auf deinem interessanten Weblog.
Und jetzt musste mich mal zu Wort melden .

Mache genauso weiter, freue mich bereits jetzt schon auf die
nächsten Artikel

Sonja Leben

Ein interessanter Artikel. Die Symptome (Panikattacken, Schwindel, Schlafstörungen, Herzrasen) habe ich vor 20 Jahren auch alle gehabt und bin damals auf Depression behandelt worden, obwohl ich immer gesagt habe, dass ich keine psychischen Probleme hätte. Die bekommt man aber von den Psychologen und Psychiatern förmlich eingeredet. Mittlerweile habe ich eine Unterfunktion, die mit Sicherheit auch schon einige Jahre besteht. Ich bin jetzt bei einer Endokrinologin in Behandlung, die auch die Unterfunktion als einzige Ärztin erkannt hat, obwohl die Werte teilweise noch im Normalbereich waren, nur die T4-Werte waren erniedrigt. Letztlich stieg dann aber auch der TSH-Wert immer weiter an. Mein Hausarzt – obwohl Internist – wäre nie darauf gekommen. Bei meiner Mutter hat er die Unterfunktion auch erst erkannt, als der TSH-Wert schon über 6 war, und sie dann auch noch überdosiert, ohne die Dosis vorher einzuschleichen. Würde mich über einen Austausch mit Betroffenen freuen.

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